1658
heirateten Norwegens reichste Erbin und ein stolzer dänischer Edelmann.
Karen Mowat und Ludvig Rosenkrantz erhielten den Hof Hatteberg in Kvinnherad
als Hochzeitsgeschenk und hier bauten sie sich ihr kleines Schloss, das sie
Rosendal nannten.
Das Schloss war 1665 fertig.
König Christian V von Dänemark- Norwegen erhob 1678 das Gut zur Lehnsbaronie.
Ab 1745 war die Baronie im Besitz des Geschlechts Rosenkrone, die das Gut 1927
der Universität in Oslo schenkten.
Die Weis Rosenkronische Stiftung DWRS, angeschlossen an die Universität
in Oslo, hat heute die Besitzverantwortung für das Schloss, Park, Garten,
die Kate Treo, das Frauenhaus und den Zuchthof mit der umliegenden Kulturlandschaft.
Ein Besuch der Baronie Rosendal ist eine Wanderung durch verschiedene Stilepochen.
Zimmer und Säle sind von verschiedenen Besitzern durch 250 Jahre gestaltet
worden und das Schloss wird noch wie ein Heim erhalten, wie die letzten Besitzer
es 1927 verließen.
Die
Statthalterkammer, der einzige vollständig erhaltene Raum aus dem 17. Jahrhundert
in Norwegen, ist mit franzözischer Textiltapete aus den Jahren um 1660
ausgestattet. Diese Textiltapete ist die einzige in ihrer Art, die noch in Gebrauch
ist.
Im Speisesaal kann man einiges des ältesten Meißener und Königlich
Dänischen Porzelans bewundern, das es in Norwegen gibt.
Im Roten Saal trifft man das Schöne und Großartige in norwegischer
Natur, dargestellt von den hervorragendsten norwegischen Landschaftsmalern der
Nationalromantik. Hier sind Gemälde von J. C. Dahl, H. F. Gade, M. Møller,
A. Askevold u. a. Hier gibt es auch ein Frauenportrait von Edvard Munch aus
den Jahren um 1880.
Der Gelbe Saal ist im norwegischen Empire-Stil eingerichtet mit einigen der
wertvollsten Empire-Möbel des Landes. Die Möbel sind von Abraham Bøe
aus Bergen um 1820 gemacht worden.